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    Eine gute Arbeit.......

     

    Eine gute Arbeit ist so viel mehr, als nur die Möglichkeit, mein Geld zu verdienen und mein Leben mit all ihren Ausgaben zu bestreiten.

    Eine gute Arbeit erfüllt mich, stärkt meinen Selbstwert.
    Eine gute Arbeit verschafft mir Anerkennung, oft wird mir dadurch eine Wertschätzung entgegen gebracht, die mich darin bestärkt, auch schwierige Aufgaben meistern zu wollen.
    Eine gute Arbeit beflügelt mich, lässt mich morgens gerne aufstehen.
    Eine gute Arbeit erlaubt mir, auch Fehler machen zu dürfen, aus ihnen zu lernen, und mich durch sie weiter zu entwickeln.
    Eine gute Arbeit macht mir Freude, und schenkt mir den Mut, auch dann weiter zu machen, wenn ich mal nicht mehr kann.
    Eine gute Arbeit schafft Möglichkeiten für ein gutes Miteinander.

     

     

    Ich habe so eine Arbeit. Endlich.

    Kurz vor meiner Rente mache ich die glückliche Erfahrung, dass ich auf meine Arbeit nicht verzichten möchte.

     

    Wie geil ist das denn?

     

     

    petra.

     

    Veränderung

     

    Seit Januar 2007 komme ich regelmäßig in´s Statt-Café.
    Ich habe immer gesagt, dass Statt-Café ist mein zweites Wohnzimmer. Es war für mich immer klar, hier möchte ich meine Freizeit verbringen. Hier kann ich mich austauschen, am Pc abhängen, mal ein GruppenAngebot mitmachen, oder auch bei wichtigen Angelegenheiten mit Angela oder Claudia in´s Büro. Elf Jahre lang war das Statt-Café meine engste Vertraute.

     

    Nun bemerke ich seit mehreren Wochen, dass es mich nicht mehr mit der gleichen Intensität in´s Café zieht. Irgendwas ist anders...........

    Die Veränderung kam ganz schleichend. Mal hatte ich keine Lust, stundenlang im Café abzuhängen, mal bin ich auch einfach gar nicht hin.

    Was ist nur los ?
    Was ist los mit mir?

    Gibt es in der Entwicklung der Abstinenz auch ein sich Lösen von den Strukturen, die so lange so gut funktioniert haben, um genau diese Abstinenz zu stärken und zu fördern?
    Gibt es so etwas wie ein sich Emanzipieren vom Vertrauten?
    Von dem, was so lange Halt gegeben hat?

     

    In meinem SeelenLeben bemerke ich ab und an ein Gefühl der Trauer. Ausgelöst von dem Zustand des Loslassens. Abschied fällt mir als Begriff dazu ein. Ein wenig ist es wohl so, wie wenn eine Jugendliche sich von der Kindheit verabschiedet, sich lossagt. Dahin geht, wo Eigenverantwortung nötig wird, um den Prozess des sich Lösens einzuleiten. Mir kommt die Idee, dass ich eines Tages ohne das Satt-Café leben werde. Beziehungsweise ohne die enge Anbindung an das Statt-Café leben werde. Vielleicht nur noch sporadisch das Angebot nutzen werde. Eine Alternative zum Statt-Café und dem dazugehörigen, regelmäßigen Austausch gibt es noch nicht. Nur der leise Wunsch macht sich allmählich breit. Es ist der Wunsch nach Autonomie.

    Jetzt ist es 05:50 Uhr. Es ist Montag und ich habe heute noch frei. Und natürlich gehe ich zum Statt-Café zum Frühstück. Ich werde mal über meine Gedanken reden. Mal hören, was Angela und die anderen dazu meinen.

    Weil so ganz ohne das Statt-Café geht es dann doch (noch) nicht!

     

     

    petra.

     

    Die letzte Reise........

     

    Unser lieber Freund und WegBegleiter Dirk ist gestorben.
    Er ist Freitag früh gegen 04:05 Uhr nach schwerer Krankheit friedlich eingeschlafen......

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    Dirk war ein besonderer Mensch; Keiner, der große Worte machte, aber was er sagte, hatte immer Hand und Fuß. Seine große Leidenschaft war der FußballVerein Schalke 04. Dafür lebte er, und über den Tod hinaus war er mit dem Verein verbunden. Am Samstag wird  er in Gelsenkirchen auf dem SchalkeFriedhof beigesetzt. RiP

    Dirk war geradlinig und sehr mutig. Ich kenne niemanden, der so mutig mit seiner Krankheit und dem nahenden Tod umging wie er. Dirk sah dem allen gefasst ins Auge und klagte nicht. In aller Ruhe kümmerte er sich um eine PatientenVerfügung und erledigte seine Formalitäten für seine Bestattung. Als es soweit war, dass er keine Hoffnung mehr sah, seine Krankheit zu überleben, brach er alle Behandlungen ab und zog in ein Hospiz, um zu sterben.......

     

    Ich seh´ ihn noch am Tresen im Statt-Cafe sitzen und höre ihn noch eine Cola bestellen.

     

    Lieber Dirk, ich wünsche Dir eine gute, letzte Reise. Wir sehen uns wieder.......

     

    petra.

     

    Das Ehrenamt im Statt-Cafe

     

    Das Ehrenamt im Statt-Cafe ist genauso breit gefächert wie das Leben. Es gibt Freude, Glück und Pech, Trauer, Liebe, Ärger und  Freundschaft.

    Ich bin nun schon einige Jahre im Ehrenamt tätig und habe so meine Erfahrungen gemacht.

    Ich habe meine Tätigkeit bei meinem Ausbilder Klaus B. begonnen. Samstags gab`s  immer Mett- und Ei-Brötchen, außer wenn Gerti Dienst hatte, dann standen die Gäste Schlange. Denn dann gab es ihre einmalig guten Frikadellen.

    Samstags hatten wir von 16:00 – 20:00 Uhr geöffnet, es sei denn, es war wieder einmal Welt- oder Euromeisterschaft, dann ging es auch schon mal länger. Aber das Phänomen, dass die Gäste meistens eine Stunde vor der Schließung das gastliche Haus verlassen haben, ist auch bei den neuen Öffnungszeiten so geblieben. Dieses ist in den Sommermonaten meist nicht so, denn dann ist die Terrasse  geöffnet.

     

    Aber nun wieder zu mir. Ich wollte schon lange bevor es mir möglich war ins Ehrenamt. Doch damals musste man seine Therapie erst abgeschlossen haben, bevor man einsteigen durfte.

    So habe ich erstmal 1 ½ Jahre im Cafe Drrüsch gearbeitet und als es mir da nicht mehr gefallen hat, habe ich hier noch mal angefragt und siehe da, ich durfte mit machen.

    Ich habe in der Zeit, die ich jetzt schon dabei bin, viele nette Menschen kennen gelernt und ich hoffe es werden noch viele mehr.

    Ich habe hier aber auch mit schwierigen Menschen zu tun. Damit umzugehen, was das mit mir macht, habe ich mittlerweile gelernt. Ich durfte mich mit meinen Ängsten und Gefühlen auseinander setzen und bin daran gewachsen..

    Ich mache hier im Ehrenamt mit. Denn auf diese Weise kann ich ein Stück von dem, was mir hier gegeben wurde, zurückgeben!

    Ich kann jedem, dem es möglich ist in unserem Cafe mitzuarbeiten, nur ermutigen diesen Schritt zu gehen und lasst euch nicht von meiner manchmal ungehobelten Art abschrecken! Ich arbeite weiter an mir und kann jede Hilfe gebrauchen.

     

     

    Uwe Erger

     

    Ich lebe noch ...


    Seit 10 Monaten haben mich nun die Franken wohl oder übel in ihr Herz geschlossen und damit ich den Ratingern nicht verloren gehe, melde ich mich mal zu Wort. Ein kleines Lebenszeichen von mir, damit ihr nicht denkt, ich würde nicht an Euch denken. Mein Umzug in die neue Heimat verlief turbulent, dank meinen treuen Ergebenen (Scherz). Danke nochmal allen Helfern, ohne Euch wäre ich aufgeschmissen gewesen. Dennoch hat es der Transporter nach Bayern geschafft. Der nächste Tag wurde dann nochmal hektisch, aber auch dies verlief ohne nennenswerte Ereignisse. Nun war ich endlich in Erlangen angelangt und stellte fest, dass die Wohnung zu klein ist. Naja, umziehen geht mir ja jetzt ganz leicht von der Hand, dann kann ich also den Nächsten planen, aber das darf noch etwas warten.

    Mittlerweile habe ich von der Rentenversicherung eine Maßnahme begonnen, dafür fahre ich jeden Morgen nach Nürnberg ins Berufsförderungswerk und schlage mich dort mit Bewerbungsschreiben rum. Zwischendurch mache ich mehrere Praktika, mit der Hoffnung, bei der jeweiligen Praktikumsstelle übernommen zu werden. Ganz schön spannend ...

    Jetzt gerade erst war die Bergkirchweih in Erlangen. Da wird der Berg erklommen und damit man nicht vom Fleisch fällt, findet man überall Fressstände. Kurz gesagt, die sogenannte Kerwah ist wie das Oktoberfest in München. Viel Kirmes um nix. Aber schee...

    So meine Lieben, ein kurzer Überblick über das, was so bei mir los ist. Man liest sich.

    Eure liebreizende Ehrenamtliche/Assistentin/Kicker Queen

    Bianka

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