• Wir und Corona

     

    Neues aus dem Exil

     

    Guten Abend Ihr lieben Menschen,

    ich kann für meinen Teil nur sagen, dass ich mit der ungewöhnlichen Situation gut zurechtkomme.

    Ich habe meinen geregelten Tagesablauf und beginne um 7:30 jeden Morgen meine Arbeit im Home-Office.

     

    Die Gespräche mit unseren eskalativen Kunden sind sehr entspannt, da die Leute in der Situation froh sind, wenn ihnen geholfen wird. Ich schwöre, ich habe in letzter Zeit keinen Kunden meckern gehört. Alle sind seit dem Pandemieausbruch irgendwie gelassener und ruhiger geworden.

     

    Die ist zumindest mein Eindruck. Wobei meine Kollegen immer sagen, dass sie von meiner Ruhe und meiner positiven Einstellung gerne eine Scheibe abhätten und ich dies auf die Kunden übertrage.

     

    Zwischendurch gehe ich mit meiner Luna spazieren, kann dabei entspannen und bekomme den Kopf frei.

     

    Nachmittags oder abends koche ich für meine Familie und wir gehen zusammen mit dem Hund raus. Der Alltag geht weiter so oder so.

     

    Ich bin der Meinung, dass es nichts bringt, den ganzen Tag über die Corona Krise zu grübeln, da ich es eh nicht ändern kann. Mich interessieren hierzu auch keine Zahlen, da ich es schlimm genug finde, dass unsere schöne Welt von solch einer Katastrophe betroffen ist.

     

    Positiv finde ich es, dass sich die Natur ein wenig erholen kann, das die ganzen Dreckschleudern nicht fahren oder fliegen können.

     

    So es reicht von mir. Ich hoffe, ich sehe euch Alle gesund und munter wieder. Denkt positiv und lasst euch von dem ganzen Drumherum nicht runterziehen.

    LG

    Guido

     

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    Corona.... was macht das mit mir?

     

    Es gab eine Zeit in meinem Leben, da dachte ich, ich könnte nicht alleine leben ... das war nach der Trennung meines Mannes. Ich hatte Angstzustände, Panik. Ich wusste nicht wohin mit mir und war einfach nur traurig und ängstlich. Ich habe da auch getrunken, um irgendwie klar zu kommen.

     

    Für mich hatte sich irgendwie dank meiner Selbsthilfegruppe Freedom, Frauenfrühstück, Gespräche mit den Hauptamtlichen des Stattcafes, dank meines Freundeskreises und dank meiner Familie alles zum Guten gewendet. Denn sie alle haben mich in welcher Form auch immer begleitet und unterstützt.

     

    Diese Zeit jetzt, ist für mich eine Besondere. Denn ich habe gerade eigentlich nur mich. Und meine kleine Püppi.

     

    Was ich nie für möglich gehalten habe ist eingetroffen. Ich genüge mir selbst. Und ich bin zufrieden und glücklich mit mir alleine und mit meiner Püppi.

     

    Wie ich das schaffe?

     

    Ich bin nach meiner Arbeit ganz viel draußen in der Natur. Ich liebe es zu fotografieren, ich liebe es neue Ecken Ratingens und Umgebung zu entdecken. Ich liebe es zu malen, ich sehe gerne fern, ich mache FaceTime mit Freunden und Familie. Ich habe meinen Balkon schön gemacht. Meine Wohnung ist sauber und gemütlich. Ich bin unglaublich kreativ geworden ... und einfallsreich. Ich, die so sehr Angst hatte vor dem Alleine sein. Ich habe es geschafft mir meine eigene kleine Welt zu kreieren, die für mich gerade sehr sicher ist und sich unglaublich gut anfühlt. Nie hätte ich gedacht das ich dazu in der Lage sein könnte. Aber ich kann es!

     

    Selbst meine Ängste was meine finanzielle Lage angeht löst sich irgendwie. Auf mich wird Kurzarbeit zukommen. 60% meines Gehaltes. Da ich als Bürokauffrau auf ein eher geringes Einkommen angewiesen bin, wären 60 % mein Ruin. Mein Chef ist ein toller Mensch, er hat mir zugesichert das er mir hilft auch diesen Engpass zu überstehen. Danke dafür <3

     

    Zum Schluss... Ich war nun ein paarmal auf unserer Terrasse. Alleine. Ich liebe unsere Leine. Dort hängen unsere schönen Bilder, die Mut machen und das ich nie nie alleine bin. Auch danke dafür.

     

    Wenn wir irgendwann alle wieder zusammen bin mag ich ein paar von euch ganz arg drücken. Einfach so...

     

    Eure Jana und Püppi

     

     

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    Hallo Ihr Lieben,

     

    es ist Sonntag, noch recht früh am Morgen und mein Herz ist schwer.

     

    Als ich wach wurde, war da dieses bedrückende Gefühl und meine Gedanken waren sorgenvoll in die Zukunft gerichtet. Die Corona-Krise hat mich fest im Griff im Moment und ich male mir die schlimmsten Bilder aus.

     

    Ich stelle mir vor, dass die wirtschaftliche Not die Menschen auf die Straßen treibt und es zu Bürgerkriegs ähnlichen Zuständen kommt und dadurch die soziale Ordnung in den HinterGrund gerät.

     

    Ich stelle mir vor, dass es für mich keine Gelder mehr vom Amt gibt und ich keine Arbeit finde, die mein finanzielles Auskommen sichert. Dadurch wäre ich dann vielleicht wieder gezwungen, kriminell zu werden, zu stehlen und zu betrügen.

     

    Ich stelle mir vor, dass meine stabile Abstinenz dadurch ins Wanken gerät und ich wieder anfange zu konsumieren.

     

    Das sind so die drei Szenarien, die mich gerade umtreiben. Hinzu kommt, dass meine Trauer um Angela gerade sehr wach ist und der Verlust, nicht mit ihr reden zu können, sehr schmerzt.

     

    Ja, liebe Leute, so ist mein Zustand im Moment. Mir das von der Seele zu schreiben, tut gut. Es neutralisiert meine Gefühle und lässt sie mich aus der Distanz heraus betrachten. Schreiben ist für mich immer ein adäquates WerkZeug mich auszudrücken. Es ist kreativ und bringt mich dazu, ein wenig Abstand zu meiner GefühlsWelt zu bekommen. Schreiben hat also auch immer eine therapeutische Komponente für mich.

     

    Jetzt werde ich mir gleich einen frischen Kaffee aufsetzten und mir meine Lieblings CD anhören. Sie ist von einer österreichischen Band, die Edmund heißt. Ihr zweistimmiger Gesang und die schönen Melodien berühren mein Herz und heilen es immer wieder ein wenig.

     

    Ich hoffe, ihr kommt alle unbeschadet durch diese schwierige Zeit. Bleibt bitte gesund, bleibt bitte abstinent und lasst es Euch auch immer wieder gut gehen.......

     

    Tschüß

    Eure petra

     

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    Guten Morgen liebe Leute,

    um halb vier heute morgen war die Nacht für mich vorbei und ich habe mich mit einem frischen Kaffee und bei KerzenSchein auf die Couch gesetzt und meine LieblingsMusik gehört. Dabei kam mir die Idee, Euch meine Gedanken zur CoronaPandemie und deren Auswirkungen mitzuteilen.

    Nach über drei Wochen Isolation, habe ich auch schon den ersten LagerKoller gut und abstinent überstanden. Gespräche mit ein paar von Euch haben mir dabei geholfen, aus der kleinen Krise rauszukommen. Heute morgen geht es mir sehr gut. Ich habe gut geschlafen, ich fühle mich gesund, habe ein gemütliches Dach über den Kopf und lecker zu essen, weil der KühlSchrank gut gefüllt ist....

    Dennoch, ich bin auch froh über die CoronaKrise, weil sie mir zeigt, was wirklich für mich zählt. Wichtigkeiten treten in den VorderGrund. Ich habe noch nie soviel telefoniert und war noch nie so dankbar, dass ich zur Zeit ohne festen Job bin. So kann ich mich ganz auf mich  und meine Bedürfnisse konzentrieren und trotzdem bekomme ich mein Geld zum Leben. Ich bin echt gesegnet.

    Ich bin auch sehr froh, dass es Fernsehen gibt. Wann immer ich Ablenkung brauche, oder etwas Schönes sehen will, schalte ich den Fernseher ein. Dort gibt es bei so vielen Programmen immer was zu schau´n. Aber manchmal sitze ich auch ganz einfach nur auf meiner Couch und schaue in den Himmel und in die Bäume. Die AusSicht aus meinem Fenster ist schön und lädt zum Träumen ein. Das gibt meiner Seele die Möglichkeit zu heilen.

    Denn Heilung ist immer noch Thema. Angela ist tot und ich bin in Trauer. Nicht rund um die Uhr und nicht 24 Stunden am Tag. Aber immer wieder ist da der Schmerz in meinem Herzen und die Tränen in meinen Augen. So lebe ich mit dem Wissen um einen Verlust, wie ich ihn bisher noch nicht durchlebt habe.

    Wie geht es Euch in diesen ungewöhnlichen Zeiten?

    Vielleicht lese ich ja hier an dieser Stelle von der einen oder dem anderen. Das würde mich sehr freuen.........

    Macht´s gut Ihr Lieben.

    Bleibt oder werdet wieder gesund.

     Eure petra

     

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